Soziales Engagement

Streitschlichter-Mediatoren

Schüler sind für Schüler da!

Das ist das diesjährige Motto von uns 12 Streitschlichtern.
Doch was genau kann man unter dem Wort "Streitschlichter" verstehen? Was tun wir? Wer sind wir eigentlich?
Wir gehen in die achte Klasse und sind 11 Mädchen und 1 Junge im Alter zwischen 13 und 15 Jahren. Wir durften uns in der siebten Klasse entscheiden, ob wir eine Ausbildung zum Schulsanitäter, für Smaps, für die Spielekiste oder zum Streichschlichter antreten wollten.
Insgesamt haben sich 20 ehemalige Siebt-Klässler der Jahrgangsstufen für die Streitschlichter Ausbildung entschieden.
Dann wurden wir in den zwei Inselwochen ausgebildet. Wir hatten sehr viel Spaß dabei und alle haben sich sehr dafür interessiert. Am Ende mussten wir alle eine Bewerbung abgeben. Darauf haben sich unsere 2 Ausbilderinnen, unter anderem Frau Käckell, zurück gezogen und uns ein paar Wochen später mitgeteilt, wer im Folgejahr Streitschlichter wird.
Dieses Jahr treffen wir uns regelmäßig, um die Arbeit als Streitschlichter zu besprechen. Unter anderem wollen wir auch das neue Streitschlichterzimmer (Zimmer 228) verschönern.
Außerdem läuft täglich ein Streitschlichterpaar in den Pausen herum und achtet darauf, dass keine Streitereien passieren. Manchmal hat man sogar schon eine Schlichtung in den Pausen zwischen den Streitenden erreicht.


Was sind unsere Grundsätze?
Jeder Streitschlichter muss gewisse "Grundsätze" einhalten.
… neutral sein
… Schweigepflicht
… Gespräch freiwillig und vertraulich führen
… Lösungen in einem Vertrag festhalten
… gegenseitig zuhören
… ehrlich sein
… keine Gerichtsverhandlung
… es gibt keine Verlierer, nur Gewinner
… helfen in Zukunft miteinander auszukommen


Wie läuft eine Streitschlichtung ab?
Die Streitschlichtung ist in 6 Phasen unterteilt. Begrüßungsritual mit Regelvorstellung, Sichtweisen schildern lassen, Konflikt erhellen, Lösungen finden, Einigung und Vertrag und zum Schluss der Überprüfungstermin.

(Jule 8b)

Interview mit den Schülerstreitschlichtern

1.) Wie lange bleibt man Streitschlichter?
Denise und Melisa: "Offiziell bleibt man ein Schuljahr Streitschlichter. Trotzdem hilft man anderen danach noch, denn wir wurden dafür ja ausgebildet."

2.) Warum wurdet ihr Streitschlichter?
Elif und Nesret: "Wir freuen uns, wenn wir anderen helfen können. Da wir oft bei unseren Freunden Streit schlichten, lag uns diese Ausbildung zum Streitschlichter sehr nahe."

3.) Macht es Spaß ein Streitschlichter zu sein?
Anne und Arijeta: "Ja, es macht sehr viel Spaß anderen zu helfen und immer für andere da zu sein!"

4.) Wie kann man uns Streitschlichter erreichen?
Tabea und Lucy: "An jedem Schultag läuft mindestens ein Streitschlichterpaar auf dem Pausenhof herum. Wir tragen "spezielle" Westen damit wir für die anderen Schülern gut zu erkennen sind. Falls man uns ansprechen möchte kann man einfach zu uns kommen, wenn wir auf dem Pausenhof sind. Ansonsten hängt neben dem Zimmer des Schulsozialarbeiters Herrn Fröhlich ein Briefkasten, an dem sich gelbe Zettel befinden. Diesen füllt man mit dem entsprechenden Wunschpaar und den Streitenden aus, und wirft ihn anschließend in den Briefkasten."

5.) Wie reagiert ihr wenn während einer Schlichtung jemand anfängt zu weinen?
Jule und Emely: "Man muss versuchen sich in die Person hineinzuversetzen, und wenn man versteht was genau in ihr vorgeht, kann man sie gezielt wieder aufbauen."

6.) Konntet ihr den Streitenden mit einer Schlichtung helfen?
Katharina und Marie: "Ja, auf jeden Fall konnten wir den Streitenden helfen. Beide haben zusammen in Ruhe eine Lösung gefunden, mit der sie beide einverstanden waren. Sie haben sich wieder vertragen und haben den Streitschlichterraum Arm an Arm verlassen. Es war ein tolles Gefühl zu sehen wie die beiden am Ende aus dem Zimmer liefen."

(Fragen und Antworten der Schülerstreitschlichter 8a,b)

Schulsanitätsdienst

Der Schulsanitätsdienst wird am Mo, den 06. Juli 2009 starten.
Die Schulsanitäter sind überwiegend Schüler der 7. und der 8. Klassenstufe der Realschule. Sie sind vor der ersten Stunde und in den beiden großen Pausen in der Sanitätsstation im Foyer anzutreffen. In der Mittagspause sind die Sanitäter im Sanitätszimmer auf Bereitschaft.
Die Schulsanitäter haben eine Sanitätsausbildung und sind für alle kleineren und größeren Wehwehchen eure Ansprechpartner. Wendet euch also im Fall der Fälle ab sofort an den Schulsanitätsdienst. Zu erkennen sind die Schulsanitäter an auffälligen, gelb leuchtenden Westen mit dem Rückenaufdruck "Schulsanitätsdienst der LvK-Schule".
In wichtigen Fällen kann der Sanitätsdienst auch während des Unterrichts durch das Sekretariat ausgerufen werden.
Es haben immer zwei Sanitäter/Sanitäterinnen Dienst.
Nach der Mittagspause endet der Dienst der Schulsanitäter. Wendet euch während der Nachmittagsstunden weiterhin bei Problemen an die Lehrer oder das Sekretariat.
Bei speziellen Fragen wendet euch bitte an Herrn Breuer.

Struktur und Organisation SSD (Schulsanitätsdienst)
Der Schulsanitätsdienst an der LvK-Realschule ist in das TOP SE in der Klassenstufe 7 integriert.
Er ist folgendermaßen aufgebaut:
Der SSD ist ein sozial wichtiges und integratives Element an der LvK-Schule. Er unterstützt das Prinzip Schüler helfen Schüler und fördert dabei deren Verantwortung und Selbständigkeit, ihre Fähigkeiten zur Teamarbeit. Der dafür erworbene Erste-Hilfe-Schein ist u.U. einsetzbar für diverse Führerscheine.

Die Ausbildung erfolgt in der 7. Klasse. Maximal 20 Schülerinnen und Schüler werden im Blockunterricht am Nachmittag zu Schulsanitäter/Innen ausgebildet. An 4 Terminen à 4 Schulstunden finden diese Ausbildungsblöcke in Kooperation mit dem DRK Kreisverband Bühl statt. Gegen Ende der Klassenstufe 7 werden die neuen Sanis in die Dienstpläne integriert. Zusätzlich wird in Kooperation mit dem Jugendrotkreuz mindestens einmal in zwei Monaten eine Gruppenstunde stattfinden, um die Erste- Hilfe-Kompetenz zu erhalten und auszubauen.
In der 8. Klasse findet dann der Einsatz der Sanis im Duo entsprechend der Dienstpläne statt. (Vermutlich alle 7-10 Schultage ein Einsatztag). Zusätzlich wird in Kooperation mit dem Jugendrotkreuz mindestens einmal im Monat eine Gruppenstunde stattfinden, um die Erste-Hilfe-Kompetenz zu erhalten und auszubauen. Auch bei besonderen schulischen Veranstaltungen (Sportveranstaltungen, Sporttagen, …) kann der SSD eingesetzt werden.

Die Schulsanitäter leisten in ihrem Einsatz z.B. die Versorgung und Ersthilfe bei Unfällen in der Schule und sind mitverantwortlich für die Kontrolle, Ergänzung und Instandhaltung der Erste-Hilfe- Einrichtungen insbesondere der Erste-Hilfe-Verbandsmittel.
Dazu werden sie ausgebildet fü folgende Vorfälle bzw. Aufgaben und Tätigkeiten:

  • Verhalten bei Notfällen
  • Hilfsbereitschaft
  • Notruf
  • Retten aus akuter Gefahr
  • Bewusstlosigkeit
  • Motorradunfall
  • Atem- und Kreislaufstillstand
  • Wiederbelebung
  • Betreuung von Notfallpatienten
  • Schock
  • Wunden, Verbände
  • Bedrohliche Blutungen
  • Gelenk- und Knochenverletzungen
  • Verbrennungen
  • Sonnenstich
  • Unterkühlung / Erfrierung
  • Vergiftungen und Verätzungen
  • Notfallvorsorge
  • Fallbeispiele

Hausaufgabenbetreuung

Zur Zeit wird an unserer Schule für einige Sechstklässler eine Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag angeboten (mittwochs und donnerstags). 2 Schüler der 8. Klasse betreuen dabei die jüngeren Schüler. Im nächsten Schuljahr (2011/12) könnte dieses Angebot auf alle Schüler ausgedehnt werden. Dann wird ein Erwachsener gegen ein geringes Entgeld an 4 Nachmittagen die Schüler betreuen.

Nachhilfeprojekt "Schüler-helfen-Schülern"

gefördert durch den Kiwanisclub Baden-Baden Aida e.V.

Für wen ist dieses Projekt?
Für alle Schüler der Lothar-von-Kübel-Schule in Sinzheim, die in einem oder mehreren Fächern gerne ihre Leistungen durch Nachhilfe verbessern möchten. Meist sind es die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch.

Wo findet die Nachhilfe statt?
In verschiedenen Klassenräumen der Lothar-von-Kübel-Schule.

Wann findet die Nachhilfe statt?
Die Nachhilfe soll nach Möglichkeit an einem regelmäßigen wöchentlichen Termin stattfinden. Die Dauer variiert von einem kurzem Auffrischen oder Erlernen eines Stoffes bis zur langfristigen Begleitung über mehrere Wochen. Die Nachhilfeschüler haben Einzelunterricht; in einigen Fällen sind maximal zwei Schüler aus der gleichen Klasse in einer Lerngruppe.

Wer gibt die Nachhilfe?
Die Nachhilfe wird durch geeignete Schüler der Lothar-von-Kübel-Schule durchgeführt, die in Rücksprache mit Lehrern ausgesucht wurden und sich bereiterklärt haben, Nachhilfe zu geben.

Wer organisiert die Nachhilfe?
Begleitet und betreut wird die Nachhilfeaktion durch unsere FSJ´ler und Herr Fröhlich (Schulsozialarbeiter).

Was kostet die Nachhilfe?
Eine Nachhilfestunde von 60 min kostet lediglich 3 €. Weitere 3 € werden durch den Kiwanisclub Baden-Baden Aida e.V. (mehr unter baden-baden-aida.kiwanis.de) übernommen, so dass der "Nachhilfelehrer" insgesamt 6 € erhält.

Noch Fragen?
Dann scheuen Sie sich nicht anzurufen unter (0 72 21) 806 611oder eine Email zu schreiben an schulsozialarbeit@04118278.schule.bwl.de

Spendenprojekt

Die Lothar-von-Kübel-Schule unterstützt eine Schule in Tansania
Am letzten Dienstag besuchte Herr Gredel je eine Stunde die Grundschule und die Haupt- und Realschule, um über eines unserer drei Spendenprojekte zu berichten. Er verbrachte im letzten Sommer drei Wochen in Tansania, um sich über die unterstützten Schulen zu informieren. Er führte uns Fotos und ein Video über zwei Schulen in Tansania vor.
Eine der Schulen ist in Poli Singisi. Diese Ortschaft liegt in der Nähe von Arusha, nicht weit von dem berühmten Berg Kilimandscharo. Dort haben Ordensschwestern mit ihrem Konvent den Aufbau einer weiterführenden Mädchenschule (ab Klasse 7) begonnen. Bildung, gerade für Mädchen, ist in diesem Land ein sehr hohes Gut, denn auf den Schultern der Frauen liegt die gesellschaftliche Hauptlast in Tansania. So verrichten sie die landwirtschaftliche Arbeit, sorgen um den Haushalt und die Kindererziehung. Inzwischen besuchen 92 Schülerinnen diese Schule. Die Schülerinnen müssen derzeit in zwei Klassenräumen schlafen, da das benötige Wohnheim noch nicht fertig gestellt ist. Im nächsten Frühjahr sollen weitere 42 Schülerinnen aufgenommen werden. Erstes Ziel ist es jetzt, das Wohnheim zumindest teilweise fertig zu stellen. In Tansania ist ein Internat nötig, um die staatliche Anerkennung zu bekommen, denn die Kinder kommen oft aus einem Umkreis von 100 km zu einer Schule. Auch haben die Kinder so die Chance und Zeit, ihre Hausaufgaben zu erledigen und ihre Lernzeiten einzuhalten. Herr Gredel berichtete, dass es vollkommen normal sei, die Schülerinnen samstags und sonntags abends beim Lernen im Unterrichtsraum anzutreffen.
Die Schülerinnen erhalten in der Schule auch die Getränke und Nahrungsmittel. Tansania ist eines der ärmsten Länder der Erde. Viele Familien schicken deshalb (trotz Grundschulpflicht) ihre Kinder nicht zur Schule, da sie bei der Feldarbeit helfen sollen.
Die Schulgebäude werden von Eltern, den Lehrkräften und den Schüler/innen selbst gebaut. In mühevoller Arbeit werden Lehmsteine geformt, gebrannt und aufgebaut.
Ab der 7. Klasse muss ein Schulgeld (300 Euro im Jahr) bezahlt werden. Schulkleidung ist ab der Grundschule (Klasse 1 bis 6) Pflicht. Auf diese Schulkleidung sind alle Schülerinnen sehr stolz. Oftmals muss aus Spendengeldern die Schul- und Kleidungsgelder für die Schüler/innen aus den ärmsten Verhältnissen bezahlt werden, denn der Durchschnittsverdienst der Landbevölkerung liegt bei 15 Euro im Monat.
Die Spendengelder werden auch für Unterrichtsmaterialien und die Einrichtung der Klassenzimmer und Fachräume benutzt.
Im Anschluss an seinen Vortrag überreichten zwei Schüler im Namen der Lothar-von-Kübel-Schule Herrn Gredel einen Scheck in Höhe von 1000 €. Allen Spendern sei hier ein herzliches Dankeschön und die Versicherung übermittelt, dass unser Geld sinnvoll und vollständig in dieser Schule ankommt.

Für die Grund-, Haupt- und Realschule (C. Hagel)


Zuletzt geändert: Freitag, 2. Oktober 2015, 13:54