Lothar-von-Kübel


Mit der Einweihung des neuen Schulhauses im Jahr 1974 erhielt die Realschule den Namen der wohl bekanntesten Persönlichkeit, welche Sinzheim hervorgebracht hat. Der 1823 geborene Lothar Kübel war das jüngste Kind der Litzlunger Bauernfamilie Kübel. Gute schulische Leistungen ermöglichten ihm den Besuch des Rastatter Gymnasiums, das er als Klassenbester abschloss. Sein Entschluss, Priester zu werden, führte ihn zum Theologiestudium nach Freiburg und München.

Bald wurde Lothar Kübel als Lehrer an das Theologische Konvikt in Freiburg berufen, dessen Direktor er dann 22 Jahre sein sollte. 1868 erhielt er die Bischofsweihe und wurde kurz darauf gegen den Widerstand der Regierung vom Domkapitel zum Verwalter der verwaisten Erzdiözese Freiburg bestimmt. Wegen des damals herrschenden Kulturkampfes - die Staatsregierungen versuchten, ihren Einfluss auf die Kirche auszuweiten - konnte Lothar Kübel nicht zum Erzbischof gewählt werden. Er blieb bis zu seinem Tode im Jahre 1881 Erzbistumsverweser. Die Erhebung in den Adelsstand war mit der Verleihung eines Ordens des württembergischen Königs verbunden.
Lothar war ein gewiss fleißiger Schüler, dem in seiner Lebensgeschichte - für die damalige Zeit ungewöhnlich - sogar sportliche Qualifikationen nachgesagt wurden. Bei seinen Schulkameraden war er sehr beliebt.
Wichtiger sind jedoch seine persönlichen Tugenden: die Zielstrebigkeit, Hingabe, Berufung und Opferbereitschaft. All das hat Lothar von Kübel vorgelebt.

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Zuletzt geändert: Freitag, 26. Mai 2017, 09:48